Kommunikative Übersetzungen haben seit ihrem Erscheinen die unterschiedlichsten Reaktionen provoziert: Während zahlreiche Theologen und Sprachwissenschaftler diese Art von Übersetzung begrüßen, finden sich immer wieder Stimmen, die nicht eine einzelne Bibelausgabe auf Grund nachweisbarer Schwächen und Fehler kritisieren, sondern die Methode der Übersetzung insgesamt ablehnen und daraus den Schluss ziehen, dass eine kommunikative Übersetzung grundsätzlich nicht geeignet ist, das Wort Gottes richtig wiederzugeben. Diese Stimmen haben sich im Juni 2003 deutlich zu Wort gemeldet: Im Basler Münster fand eine Veranstaltungsreihe statt, in der Theologen "Hoffnung für alle" und "Gute Nachricht Bibel" scharf angegriffen haben. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungsreihe mündeten in 15 Thesen, die in der idea Dokumentation 068/2003 vom 15. Juni 2003 publiziert wurden.
Zwar wird in diesen 15 Thesen zugestanden, dass es viele "versäumte Möglichkeiten gibt", das Wort Gottes "unter die Menschen zu bringen", jedoch wird es abgelehnt, dass kommunikative Übersetzungen dazu einen Beitrag leisten können. Im Gegenteil: Nach Ansicht der Verfasser der 15 Thesen fördern kommunikative Übersetzungen die Unmündigkeit der Bibelleser und verleiten zu mangelnder Sorgfalt und Treue gegenüber dem Wort Gottes und zu einem Aktivismus, der anstelle des Glaubens die eigene Leistung stellt und damit eine zentrale reformatorische Einsicht aushöhlt.
Aus diesem Anlass haben sowohl die Deutsche Bibelgesellschaft als auch der Brunnen Verlag Basel in zwei Stellungnahmen auf diese Vorwürfe reagiert:
Stellungnahme der Deutschen Bibelgesellschaft
Stellungnahme des Brunnen Verlags Basel
Die Stellungnahmen sind publiziert in der idea Dokumentation "Das Wort Gottes will verstanden werden. Die Herausgeber moderner Bibelübersetzungen weisen die Kritik dreier Theologen zurück, Ausgabe: 072 vom 16.06.2003" und werden hier zur Einsicht nochmals angezeigt.
